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"Kitzingen to go" Der alte Friedhof und Graf Dracula

Der erste nachgewiesene Friedhof Kitzingens lag in der Stadtbefestigung um die katholische Stadtkirche St. Johannes. Nachdem auch die Stadt Kitzingen von Kriegen, Plagen und Seuchen nicht verschont blieb, und sich zudem stetig vergrößerte, wurde der Platz um die Kirche allmählich zu klein. So wurde um 1542 in der Nähe des Falterturms, außerhalb der Stadtmauer ein neuer Friedhof erbaut. Dieser Friedhof existiert heute noch als der sogenannte "alte Friedhof". Ging man durch den repräsentativen, zweigeschossigen Torpavillion, so befanden sich zu beiden Seiten der Friedhofsmauer Arkaden, die noch heute zum Teil bestehen. Für viele US Amerikaner ist der Besuch des Friedhofs bei ihrem Urlaub in Kitzingen Pflicht. Denn eines der Gräber hat es sogar einmal in die Amerikanischen Medien geschafft, und war Umstand so mancher Diskussionen. So soll hier das Grab des berühmten Grafen Dracula liegen, und sein Herz in der goldenen Kugel des Falterturms aufbewahrt werden. Hier liegt natürlich nicht Dracula in einer Gruft, sondern die Familie Herold. So steht auf der Inschrifttafel geschrieben: "Wann einst der Himmelsherold ruft und seine Stimme wird erschallen, dann zehn wir Heroldt aus der Gruft, zu sein und unsern Wohlgefallen. Wir folgen ihm in Freudensaal, und halten mit das Abendmahl." Das kunstvoll gestaltete Grab stammt noch aus der Mitte des 18. Jahrhunderts, und kann schon manchen Betrachter einen Schauer über den Rücken laufen lassen.




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